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ESF BUND und Hessen

Der Europäische Sozialfonds (ESF) fördert Projekte zur Beschäftigung, sozialen Integration, Gleichberechtigung von Männern und Frauen sowie zur Stärkung der wirtschaftlichen, sozialen und nachhaltigen Entwicklung in der Europäischen Union. Die Umsetzung und Verwaltung der Mittel dieses Fonds liegt sowohl beim Land Hessen als auch beim Bund.

ESF Hessen ESF Bund


ESF Hessen

Hinsichtlich des ESF legt das Land Hessen seinen Schwerpunkt auf zwei thematische Ziele:

  1. Förderung der sozialen Inklusion und Bekämpfung von Armut und Diskriminierung
  2. Investitionen in Bildung, Ausbildung und Berufsbildung für Kompetenzen und lebenslanges Lernen.

Bei ersterem werden die Mittel auf die gleichnamige Investitionspriorität konzentriert. Damit soll in erster Linie die Beschäftigungsfähigkeit von benachteiligten Personen gesteigert und zudem sozial benachteiligte Jugendliche befähigt werden, erfolgreich eine Ausbildung abzuschließen.

Das zweite thematische Ziel ist in vier Investitionsprioritäten aufgeteilt:

  • Verringerung der Zahl der Schulabbrecher und Förderung des gleichberechtigten Zugangs zu einer hochwertigen Früherziehung sowie Grund- und Sekundarbildung
  • Verbesserung der Qualität, Effizienz und Offenheit von Hochschulen und gleichwertigen Einrichtungen zwecks Steigerung der Zahl der Studierenden und Abschlussquoten
  • Förderung des gleichen Zugangs aller Altersgruppen zum lebenslangen Lernen
  • Verbesserung der allgemeinen und beruflichen Bildung hinsichtlich der Relevanz für den Arbeitsmarkt.

Insgesamt gibt es im Rahmen aller Investitionsprioritäten in Hessen 15 Förderprogramme.

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind je nach Förderprogramm Landkreise und kreisfreie Städte in Hessen, Zusammenschlüsse von Landkreisen und kreisfreien Städten, SGB II Träger, Träger der Ausbildungs- und Beschäftigungsförderung, Wohlfahrtsverbände sowie gemeinnützige Bildungseinrichtungen und hessische Hochschulen.

Budget und Förderhöhe

In Hessen stehen 172,2 Millionen Euro aus Mitteln des ESF für die kommenden sieben Jahre zur Verfügung. Alle Maßnahmen werden mit maximal 50 Prozent ihrer Gesamtkosten gefördert.

Voraussetzungen

Anders als beim Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung für Hessen (EFRE) gibt es beim ESF Hessen keine Vorranggebiete. Die Förderung richtet sich nach dem jeweiligen Bedarf der Zielgruppen. Je nach Förderprogramm und Aufruf beträgt der Förderzeitraum bis zu 36 Monate.

Antragstellung

In der Regel gibt es jährliche Antragsfristen, die sich bei den jeweiligen Förderprogrammen unterscheiden. Bei einigen davon können durchgehend Anträge gestellt werden. Die Antragsstellung läuft meist elektronisch über das Kundenportal der Wirtschafts- und Infrastrukturbank des Landes Hessen (WIBank).

Kontakt

Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

Sonnenberger Straße 2/2a
65021 Wiesbaden

T: +49 611 611 3219 0

Zwischengeschaltete Stelle und Ansprechpartner in der Antragsstellung und Umsetzung ist

Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen

Gustav-Stresemann-Ring 9
65189  Wiesbaden

T: +49 611 774 7333

ESF Bund

Neben dem ESF Hessen bietet auch der Bund Fördermöglichkeiten aus dem ESF für die Förderperiode 2014 bis 2020. Insgesamt gibt es 26 ESF-Bundesprogramme. Diese setzen drei thematische Ziele um:

    • Förderung nachhaltiger und hochwertiger Beschäftigung und Unterstützung der Mobilität der Arbeitskräfte
    • Förderung der sozialen Inklusion und Bekämpfung von Armut und Diskriminierung 
    • Investitionen in Bildung, Ausbildung und Berufsbildung für Kompetenzen und lebenslanges Lernen.

Die Zielgruppen des ESF Bund sind die gleichen wie beim ESF Hessen (s. o.).

Budget und Förderhöhe

Für die Förderperiode 2014 bis 2020 liegt das Gesamtbudget des Operationellen Programmes (OP) des Bundes bei 2,689 Milliarden Euro. Projektkosten werden durch den ESF mit bis zu 50 Prozent gefördert.

Voraussetzungen

Die ESF­Förderung durch den Bund ist deutschlandweit zugänglich. Die Förderschwerpunkte werden über Förderrichtlinien und Antragsverfahren flexibel gehalten. Die Antragsteller haben so genügend Spielraum erhalten, um den spezifisch regionalen Herausforderungen hinsichtlich der Umsetzung der Vorhaben gerecht zu werden. Dadurch soll sichergestellt sein, dass benachteiligte Zielgruppen unabhängig vom Wohnort und den regionalen Förderangeboten an der ESF­Förderung des Bundes flächendeckend teilnehmen können.

Antragstellung

Die Antragsstellung erfolgt in der Regel bei dem für das jeweilige ESF-Programm zuständigen Ministerium. Dabei sind die Antragsfristen der jeweiligen Förderprogramme zu beachten.

Kontakt

Die ESF-Förderprogramme des Bundes werden bundesweit unter der Federführung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie umgesetzt.

ESF-Kontaktstellen

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