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Europaprojekte in FRM

Von wegen abstrakt! Die EU berührt unser Leben ganz direkt – nicht nur durch EU-Gesetze, sondern auch durch vielfältige Europaprojekte in unserer Region. Europäische Fördermittel setzen europapolitische Ziele in erlebbare Projekte um und machen FrankfurtRheinMain noch lebenswerter und dynamischer. Lernen Sie einige Beispiele kennen!

Regionalpark FrankfurtRheinMain
Urban und gleichzeitig grün – wer denkt, das passt nicht zusammen, kann sich in der Metropolregion vom Gegenteil überzeugen lassen. Denn im Vergleich zu anderen europäischen Ballungsräumen verfügt die Metropolregion über viele offene Landschaften. Um diese Grünzüge im Ballungsraum zu schützen und erlebbar zu machen, entwickelten Landkreise, Kommunen und weitere Partner den Regionalpark FrankfurtRheinMain. Mit den Regionalparkrouten wurde ein attraktives Naherholungsangebot geschaffen, das direkt vor der Haustür zum Wandern und Radfahren einlädt. Bedeutende Ausflugsziele im Regionalpark – wie der Alte Flugplatz in Bonames oder der Wetterpark in Offenbach – wurden dabei aus EU-Mitteln finanziert. Rund 2,7 Mio. Euro aus dem Programm INTERREG NWE sind in unseren Regionalpark geflossen. Interessant: Nach der Anschub-Finanzierung durch die EU wurde der Wetterpark permanent um neue Stationen erweitert und ist zu einem erfolgreichen Selbstläufer geworden.

CHIPS
Nein, es geht nicht um Snacks, sondern um Fahrrad-Schnellwege: CHIPS steht für „Cycle Highways Innovation for smarter People Transport and Spatial Planning“ und soll die Einführung und Etablierung von Radschnellwegen unterstützen. Fünf europäische Regionen testen in diesem aus dem Programm INTERREG NWE geförderten Projekt planerische Innovationen. Mit dabei: Der Regionalverband FrankfurtRheinMain und die Radschnellverbindung von der Frankfurter Innenstadt zum neu entstehenden Gewerbeviertel Gateway Gardens am Flughafen sowie zum Flughafen selbst. Für das Projekt werden rund 450.000 Euro EU-Fördermittel nach FRM fließen. Und wenn in Zukunft mehr Menschen gesund und sportlich mit dem Rad zur Arbeit fahren, ist vielleicht auch die ein oder andere Packung des Namensvetters leichter verschmerzbar.

Route der Industriekultur Rhein-Main
Nicht zuletzt die Bankenhochburg Frankfurt am Main prägt heute das Bild von FrankfurtRheinMain als Dienstleistungsregion. Andere Facetten zeigt die Route der Industriekultur Rhein-Main, die ursprünglich aus einem INTERREG-NWE-Projekt entstanden ist und sich mittlerweile als selbstständiges Erfolgsprojekt etabliert hat. Sie führt zu den wichtigsten industriekulturellen Orten im Rhein-Main-Gebiet und zeigt die wirtschaftliche, soziale, technische, architektonische und städtebauliche Entwicklung von gestern, heute und morgen auf. Ziel ist es, lebendige Zeugnisse des produzierenden Gewerbes erlebbar zu machen. So können beispielsweise Hafen- und Industrieanlagen, aber auch Brücken, Bahnhöfe, Klärwerke, Arbeitersiedlungen und ein Technologiepark besichtigt werden. Die EU hat das Projekt mit rund 50.000 Euro unterstützt.

Regionaltangente West
Wir wissen es alle: Der öffentliche Nahverkehr ist der Mobilitätsfaktor in FRM, aber das bestehende Schienennetz ist einfach stark überlastet. Gleichzeitig sind manche Fahrten unnötig kompliziert, weil trotz polyzentrischer Region die meisten Verbindungen immer noch sternförmig auf das Frankfurter Zentrum zulaufen. Dem soll eine neue tangentiale S-Bahn-Verbindung im Frankfurter Westen abhelfen und den ÖPNV im Zentrum entlasten. Diese Verbindung zwischen Hochtaunuskreis, Main-Taunus-Kreis und dem Kreis Offenbach wird damit den Schienenverkehr im gesamten Knoten Frankfurt leistungsfähiger machen und hilft Nerven und die Umwelt zu schonen. Deshalb fördert die Europäische Union die Planung dieser neuen „Regionaltangente West“ durch die RTW-Planungsgesellschaft mit 7,6 Mio. Euro aus dem Programm Connecting Europe Facility (CEF). Denn ein gut funktionierender urbaner Schienenknoten FrankfurtRheinMain ist von Bedeutung für das gesamte europäische Verkehrsnetz.

Nachhaltiger ÖPNV in Frankfurt, Wiesbaden und Mainz
Europäischer Klimaschutz bedeutet saubere Verkehrslösungen, auch im Straßenverkehr. Die EU unterstützt daher die kommunalen Verkehrsbetriebe in Mainz, Wiesbaden und Frankfurt bei der Erprobung von Brennstoffzellenbussen im ÖPNV. Kern des Vorhabens ist die gemeinsame Anschaffung von 11 Brennstoffzellenbussen und der Aufbau einer Wasserstofftankstelle. Gemeinsam mit anderen kommunalen Verkehrsbetrieben sind sie Teil des europäischen Projekts „JIVE“, in dem unter dem „Fuel Cells and Hydrogen Joint Undertaking“ (FCH JU) aus dem Forschungs- und Innovationsprogramm „Horizont Europa“ die Markteinführung dieser Technologie mit 32 Mio. Euro gefördert wird. Über 2,1 Mio. Euro fließen davon in die Region. Das Ganze ist also nicht nur sauber und innovativ – sondern auch in der Metropolregion und darüber hinaus kooperativ.

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