Sprungziele
Seiteninhalt

Innovative Maßnahmen der Stadtentwicklung

Der EU-Sonderfonds für innovative Stadtentwicklung „Urban Innovative Actions“ (UIA) förderte zwischen 2015 und 2020 neue Ansätze im Bereich der nachhaltigen Stadtentwicklung. Das Themenspektrum des Programms umfasst folgende zwölf Aufgaben der städtischen EU-Agenda:

  1. Schaffung von Arbeitsplätzen (z. B. lokaler Arbeitsmarkt, Weiterbildung, Jugendarbeitslosigkeit),
  2. Bezahlbares Wohnen (z. B. sozialer Wohnungsbau, Wohnqualität),
  3. Integration marginalisierter Gruppen (z. B. Migranten und Flüchtlinge, Roma, Wohnungslose),
  4. Altersgerechte Städte (z. B. aktives Altern),
  5. Nachhaltige Flächennutzung und nachhaltige Gebäude (z. B. Zersiedlung, Stadterneuerung inkl. Brachflächenentwicklung, städtische Logistik),
  6. Anpassung an den Klimawandel (z. B. städtische Ökosysteme, Risikoprävention),
  7. Nachhaltige städtische Lebensmittelversorgung (z. B. lokale und regionale Produkte, städtische Landwirtschaft, kurze Lebensmittelketten),
  8. Attraktive Städte (z. B. Architektur, öffentlicher Raum, Parkanlagen, Kultur, Sport und Tourismus),
  9. Nachhaltiger städtischer Verkehr (z. B. ÖPNV, Radverkehr, bezahlbare Mobilität, Straßensicherheit),
  10. Städte mit niedrigen Emissionen (z. B. erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Luftqualität, Energieeinsparung),
  11. Intelligente Nutzung städtischer Daten (z. B. Verfügbarkeit und Analyse von Daten),
  12. Öffentliche Vergabe durch Städte (z. B. Nutzung lokaler Produkte, Reduzierung von Kosten und Vereinfachung).

Die Förderperiode 2014-2020 läuft derzeit aus. Die Förderung innovativer Maßnahmen der Stadtentwicklung wird allerdings auch 2021-2027 im Rahmen der „Europäischen Stadtinitiative“ weitergeführt. Die Initiative befindet sich in der Vorbereitung. Wir werden an dieser Stelle und im Europa Info über die neuen Entwicklungen informieren.

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind alle städtischen Gebietskörperschaften wie Städte, Gemeinden, Metropolregionen und verfasste Stadtregionen aus EU-Mitgliedstaaten ab 50.000 Einwohnern sowie alle Vereinigungen oder Zusammenschlüsse städtischer Gebietskörperschaften mit der gleichen Mindestzahl an Einwohnern. Auch Landkreise sind förderfähig, sofern mindestens 50 Prozent der Bevölkerung in städtischen Gebieten innerhalb des Landkreises lebt.

Budget und Förderhöhe

Das Gesamtbudget, das aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gespeist wird, umfasste für die Jahre 2015 bis 2020 insgesamt 371 Millionen Euro für die gesamte EU. Jährlich war ein Förderbudget von zirka 50 Millionen Euro vorgesehen. Jedes Projekt wird mit bis zu 5 Millionen Euro über einen Förderzeitraum von maximal drei Jahren unterstützt und bis maximal 80 Prozent von der EU bezuschusst.

Voraussetzungen

Jeweils bis zum 31. Oktober des Vorjahres legte die Europäische Kommission ein jährliches Arbeitsprogramm vor, das die Schwerpunkte des Folgejahres bestimmt. Eine geografische Ausgewogenheit ist bei der Bewertung der Projekte nicht zwingend. Es sollen also die besten Projektideen gewinnen, wobei die Lage der Stadt oder Gemeinde nicht maßgeblich ist.

Zu innovativen Maßnahmen zählen Studien und Pilotprojekte, mit denen neue Lösungen im Zusammenhang mit einer nachhaltigen Stadtentwicklung ermittelt oder erprobt werden können. Die maximale Projektdauer beträgt drei Jahre.

Antragstellung

Da die aktuelle Förderperiode 2014-2020 ausläuft und bereits die maximalen Förderbudgets ausgeschöpft sind, werden keine neuen Aufrufe in dieser Förderperiode mehr geöffnet.

Weiterführende Informationen

zum Seitenanfang