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Connecting europe facility (CEF)

Die Connecting Europe Facility (CEF) ist das europäische Finanzinstrument zur Förderung wichtiger transeuropäischer Infrastrukturvorhaben in den Sektoren Verkehr, Energie und digitale Konnektivität. Je nach Schwerpunktbereich verfolgt es unterschiedliche Unterziele.

Die Programmierung der neuen CEF ist leider noch nicht abgeschlossen. Mit dem ersten Mehrjährigen Arbeitsprogramm und neuen Förderaufrufen ist im Laufe des 2. Halbjahrs 2021 zu rechnen.

Verkehr

Im Verkehrssektor geht es im Wesentlichen um die folgenden Ziele:

  • Vollendung des Transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-V) durch Vorhaben von gemeinsamem europäischem Interesse u. a. zur Beseitigung von Engpässen, Überbrückung fehlender Bindeglieder, Verbesserung grenzübergreifender Abschnitte und zum Ausbau der Interoperabilität des Eisenbahnverkehrs,
  • Gewährleistung langfristig nachhaltiger und effizienter Verkehrssysteme durch den Übergang zu innovativen CO2-armen und energieeffizienten Verkehrstechnologien bei gleichzeitiger Verbesserung der Sicherheit,
  • Optimierung der Integration und Interkonnektivität der Verkehrsträger sowie Steigerung der Interoperabilität von Verkehrsdiensten bei gleichzeitiger Gewährleistung der Zugänglichkeit der Verkehrsinfrastrukturen.

Energie

Im Energiesektor werden diese Ziele verfolgt:

  • Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit durch eine verbesserte Integration des Energiebinnenmarkts bei gleichzeitiger Steigerung der Energieversorgungssicherheit der Europäischen Union,
  • Förderung der Ziele des Green Deals durch grenzüberschreitende Vorhaben und Vorhaben von gemeinsamem europäischem Interesse in den Bereichen erneuerbare Energieerzeugung, Energiespeicherung und Verbesserung der Sektorenintegration.

Digitale Konnektivität

Im Teilbereich digitale Konnektivität werden u. a. folgende Vorhaben gefördert:

  • Sicherstellung eines Gigabit-Netzanschlusses in Gebieten mit sozioökonomisch besonders bedeutsamen Einrichtungen,
  • 5G4EU (Nachfolgeprogramm zu WiFi4EU) – Aufbau örtlicher 5G Netze für sozioökonomisch besonders relevante Gebiete und Einrichtungen,
  • Durchgängige Abdeckung mit 5G entlang zentraler europäischer Verkehrsachsen (insbesondere entlang des TEN-V),
  • Digitale Infrastrukturen zur Unterstützung grenzüberschreitender Vorhaben im Verkehrs- oder Energiesektor (Operative digitale Plattformen).

Antragsberechtigte

Antragsteller können einzelne oder mehrere Mitgliedstaaten der EU sein. Sofern diese zustimmen, dürfen auch internationale Organisationen, private oder öffentliche Unternehmen sowie Behörden und öffentliche Einrichtungen aus den jeweiligen Mitgliedstaaten einen Antrag stellen.

Budget und Förderhöhe

Das Budget der CEF für die Jahre 2021-2027 umfasst europaweit ca. 33,7 Milliarden Euro, wovon gut 25,8 Milliarden Euro auf den Verkehrsbereich entfallen. Darin sind der CEF-Verkehr zugeordnete Sonderbudgets für entwicklungsschwache Regionen und militärisch-zivile Infrastrukturen enthalten, die für Antragsteller aus der Metropolregion FrankfurtRheinMain aber nicht zugänglich sind. Der Bereich Energie wird mit 5,8 Milliarden Euro gefördert und der Bereich Digitales mit rund 2 Milliarden Euro.

Die Förderung erfolgt grundsätzlich durch Zuschüsse. Diese liegen bei Infrastrukturmaßnahmen innerhalb der Metropolregion FrankfurtRheinMain in der Regel zwischen 10 und 40 Prozent. Studien werden mit bis zu 50 Prozent der Gesamtkosten bezuschusst.

Voraussetzungen

Gefördert werden die Entwicklung und Errichtung neuer sowie der Ausbau vorhandener Infrastrukturen und Dienste. Die Europäische Kommission verwaltet die CEF und setzt die politischen Prioritäten fest. Die angedachten Förderaufrufe mit den thematischen Schwerpunkten und genaueren Förderbedingungen sind den jeweiligen Mehrjährigen Arbeitsprogrammen zu entnehmen.

Die neugebildete Exekutivagentur für Klima, Infrastruktur und Umwelt (CINEA) bewertet und wählt die Projektvorschläge aus und kümmert sich um die technische sowie finanzielle Überwachung der Projektdurchführung.

Antragstellung

Auf Grundlage der Arbeitsprogramme veröffentlicht die Europäische Kommission auf der Webseite der CINEA regelmäßig Aufrufe zur Einreichung von Vorschlägen.

Bei einigen davon ist es notwendig, sich vor der Antragstellung die Zustimmung auf Bundesebene einzuholen.

Im Teilbereich Verkehr sind bereits die Förderaufrufe für 2021 bis zum Bewerbungsschluss am 19. Januar 2022 geöffnet. Die Antragstellung erfolgt über das EU Funding and Tenders-Portal.

Über die regionalrelevanten Aufrufe oder solche, bei denen keine Zustimmung der Bundesregierung erforderlich ist, informieren wir rechtzeitig im Europa Info.

Weiterführende Informationen

Kontakt

EU-Exekutivagentur Klima, Infrastruktur und Umwelt (CINEA)

Chaussée de Wavre 910
BE-1040 Brüssel

T: +32 2 2995252
F: +32 2 2973727

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