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Bürgerbeteiligung und Teilhabe (Ex-Efbb)

Die Stärkung von Bürgerbeteiligung und demokratischer Teilhabe zur Erhaltung und Weiterentwicklung offener, demokratischer, gleicher und inklusiver Gesellschaften bleibt auch in der Förderperiode 2021-2021 ein wichtiges Anliegen der Europäischen Union. Dies umfasst auch die Unterstützung von Städtepartnerschaften und zivilgesellschaftlicher Begegnungsprojekte.

Diese Ziele werden im Aktionsbereich „Bürgerbeteiligung und Teilhabe“ des neuen Förderprogrammes „Bürgerinnen und Bürger, Gleichstellung, Rechte und Werte“ verfolgt. Konkret sind förderfähig:

  • Projekte zur Bürgerbeteiligung und Stärkung von Teilhabe am demokratischen Leben der EU;
  • Austauschvorhaben zwischen Bürgerinnen und Bürgern verschiedener Mitgliedstaaten, v. a. durch Städtepartnerschaften und Städtenetze;
  • Vorhaben zur Förderung des Geschichtsbewusstseins für die gemeinsame Europäische Vergangenheit und zur Förderung des Verständnisses für die Europäische Union.

Dieser Aktionsbereich setzt das in der Förderperiode 2014-2020 eigenständige Programm Europa für Bürgerinnen und Bürger (EfBB) fort.

In den weiteren Teilbereichen des neuen Gesamtprogramms „Bürgerinnen und Bürger, Gleichstellung, Rechte und Werte“ werden außerdem Projekte gefördert, die dem Schutz und der Förderung der europäischen Grundwerte und Rechte, der Nicht-Diskriminierung sowie der Gleichstellung der Geschlechter dienen. Außerdem ist die Bekämpfung von Gewalt, inkl. geschlechterspezifischer Gewalt ein förderfähiges Ziel.

Die folgenden Informationen konzentrieren sich auf den Aktionsbereich „Bürgerbeteiligung und Teilhabe“.

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind alle öffentlichen lokalen und regionalen Behörden oder gemeinnützige Organisationen, Kultur-, Jugend-, Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie Städte/Gemeinden oder ihre Partnerschaftsausschüsse bzw. Verbände von Städtepartnerschaften.

Budget und Förderhöhe

Das Budget für den Programmbereich „Bürgerbeteiligung und Teilhabe“ beträgt in der aktuellen Förderperiode ca. 366 Millionen Euro.

In allen Bereichen handelt es sich dabei um eine Pauschalförderung, für Städtepartnerschaften beträgt die Höhe des Zuschusses maximal 30.000 Euro.


Voraussetzungen

Im Rahmen des Aktionsbereichs 3 „Bürgerbeteiligung und Teilhabe“ werden 1) Projekte zum europäischen Geschichtsbewusstsein, 2) Bürgerbeteiligung und 3) Austausche zwischen Bürgerinnen und Bürgern verschiedener Länder im Bereich von Städtepartnerschaften und Städtenetzen unterstützt.

Die genauen Voraussetzungen hängen von den einzelnen Ausschreibungen ab, die im Arbeitsprogramm 2021-2022 zu finden sind. Zu beachten sind dabei insbesondere die vorgeschriebenen thematischen Schwerpunkte der jeweiligen Teilereiche.

  • Ein wichtiger bereichsübergreifender Schwerpunkt in den Jahren 2021-2022 ist die Covid-19-Pandemie und deren Auswirkungen. So werden zum Beispiel Städtepartnerschaftsprojekte und Städtenetze insbesondere ermutigt, die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf das Leben und Funktionieren lokaler Gemeinschaften sowie die Formen der Bürgerbeteiligung in der Krise zu reflektieren. Auch werden Projekte im Bereich „Bürgerbeteiligung und Teilhabe“ unterstützt, die untersuchen, wie sich die Covid-19-Krise auf die demokratische Debatte und die Wahrnehmung der Grundrechte ausgewirkt hat.
  • Weitere Schwerpunkte im Bereich Bürgerbeteiligung und Teilhabe liegen auf den EU-Parlamentswahlen 2024 sowie auf der Einbindung von Bürgern und Gemeinden in Diskussionen und Aktionen in Bezug auf Klima und Umwelt.
  • Projekte im Bereich Geschichtsbewusstsein sollen insbesondere dem Gedenken an und der Forschung und Aufklärung über Verbrechen dienen, die unter totalitären Regimen begangen wurden. Auch werden Projekte unterstützt, die sich mit den Themen Widerstand, demokratischer Übergang und demokratische Konsolidierung in der EU beschäftigen.

Städtepartnerschaftsvorhaben dauern üblicherweise maximal 12 Monate, während Projekte im Aufruf Städtenetzwerke eine Laufzeit von 12 bis 24 Monaten umfassen sollten.

Für Projekte im Bereich Bürgerbeteiligung sowie Geschichtsbewusstsein ist eine Laufzeit von maximal 24 Monaten vorgeschrieben.

Antragstellung

Die Aufrufe und Bewerbungsunterlagen für alle Teilbereiche des Programms sind auf dem Portal Funding & Tender Opportunities der EU-Kommission abrufbar. Projektanträge können elektronisch über dieses Portal eingereicht werden. Ebenso besteht dort die Möglichkeit, potenzielle Projektpartner zu finden.

An Projekten im Bereich Bürgerbeteiligung und Teilhabe müssen Organisationen aus mindestens drei verschiedenen förderfähigen Ländern involviert sein, im Bereich Geschichtsbewusstsein mindestens zwei Organisationen (Antragsteller und Partner) - wobei transnationale Vorhaben bevorzugt werden.

Bei Städtepartnerschaftsprojekten sollten Kommunen aus mindestens zwei förderfähigen Ländern beteiligt sein, von denen mindestens eines ein EU-Mitgliedstaat sein muss. Bei Städtenetzen ist eine Beteiligung von Kommunen aus mindestens fünf förderfähigen Ländern, von denen mindestens drei EU-Mitgliedstaaten sind, notwendig für die Antragstellung.

Weiterführende Informationen

Die Umsetzung des Programms erfolgt zentral über die Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur (EACEA). Beratung gibt es in Deutschland über die Kontaktstelle „Europa für Bürgerinnen und Bürger“.

Alle wesentlichen Informationen finden sich außerdem im Arbeitsprogramm 2021/2022 zusammengefasst.

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